• Hochkonjunktur fürs Ei

    Hochkonjunktur fürs Ei

    Zu Ostern werden Eier nicht nur gern gegessen

Das Osterfest ist ein Fest für Eier. Sie wer­den ge­färbt, be­malt und ge­ges­sen. Im Lau­fe des Jah­res ver­zehrt jeder Deut­sche sta­tis­tisch 239 Eier. Deutsch­lands Hüh­ner schaf­fen die­se Nach­fra­ge allein nicht.

1. April 2021

Was verbinden die meis­ten von uns mit Ostern? Das Oster­ei. Ob ge­kocht zum Früh­stück, be­malt zur De­ko­ra­tion oder aus Scho­ko­la­de zum Naschen: Das Ei hat zu Os­tern Hoch­kon­junk­tur.

Besonders ge­fragt sind zu Os­tern wei­ße Eier, die sonst eher die Aus­nah­me bil­den. Der Grund ist ein­fach: Weiße Eier las­sen sich bes­ser fär­ben und be­ma­len. Un­ab­hän­gig von der Far­be wer­den heute über­wie­gend Eier aus Bo­den­hal­tung und mit zu­neh­men­der Ten­denz aus Frei­land­hal­tung und aus öko­lo­gi­scher Hen­nen­hal­tung nach­ge­fragt. Die Land­wirt­schafts­kam­mer Nie­der­sach­sen in Olden­burg hat noch einen Hype fest­ge­stellt: Eier aus mo­bi­len Hal­tungs­sys­te­men, so­ge­nann­ten Hüh­ner­mo­bi­len. Sie ent­spre­chen auf­grund von Re­gio­na­li­tät und Di­rekt­ver­kauf ab Hof genau dem, was sich die Ver­brau­cher wünschen.

Ob braun, weiß oder sogar tür­kis: Die Scha­len­far­be hat so gut wie keine Aus­wir­kun­gen auf Qua­li­tät, Ge­schmack und In­halts­stof­fe. Eier ent­hal­ten übri­gens jede Men­ge Vi­ta­mi­ne, Mi­ne­ral­stof­fe und na­tür­lich hoch­wer­ti­ges Ei­weiß. Aller­dings auch Cho­les­te­rin. Zu­rück­hal­tend beim Kon­sum müs­sen aber laut Land­wirt­schafts­kam­mer nur Men­schen sein, die Pro­ble­me im ihrem Cho­les­te­rin­spie­gel oder ihrem Fett­stoff­wech­sel haben oder Dia­be­ti­ker sind.

Die Angaben vom Ei
Bild: Die Angaben auf dem Ei ver­ra­ten viel über seine Her­kunft. Foto: Klaus-Peter Jordan
Wer mehr über die Her­kunft sei­nes Oster­eis wis­sen möch­te, soll­te auf die Num­mer schauen, die auf jedem Ei ste­hen muss. Die erste Num­mer gibt an, wie die Hüh­ner ge­hal­ten wur­den: 0 gleich Bio­hal­tung, 1 gleich Frei­land­hal­tung, 2 gleich Bo­den­hal­tung. Nach der Hal­tungs­num­mer folgt die Ab­kür­zung für das Er­zeu­ger­land. DE steht für Deutsch­land, NL etwa für die Nie­der­lan­de. Die fol­gen­den Zah­len ge­ben den Le­ge­be­trieb und die Stall­num­mer an.

Und auch die Frische eines Eis lässt sich fest­stel­len: mit einem Glas Was­ser. Frische rohe Eier blei­ben in einem Glas mit kal­tem Was­ser am Boden lie­gen. Je mehr sich das Ei auf­rich­tet, umso äl­ter ist es. Dies liegt an der Luft­kam­mer im Ei, die mit der Zeit durch Aus­trock­nung des Ei-In­ne­ren im­mer größer wird.

Ohne flei­ßi­ge Hüh­ner wäre der Hase an Os­tern ar­beits­los: 2020 haben 42,9 Mil­lio­nen Le­ge­hen­nen in Deutsch­land 12,9 Mil­liar­den Eier ge­legt. Im Schnitt leg­te jedes Huhn somit 301 Eier im Jahr, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt er­mit­tel­te. Das reich­te aller­dings nicht, um den Ei-Hun­ger der Deut­schen zu stil­len. Deren Pro-Kopf-Kon­sum liegt bei 239 Eiern pro Jahr, wovon nur 155 durch deut­sche Hühner ge­deckt sind; der Rest wird im­por­tiert, meist aus den Nie­der­landen.

Und wie gelingt das per­fek­te Früh­stücks­ei zu Os­tern? Die Land­wirt­schafts­kam­mer hält hier­für ein paar Tipps bereit. Eier soll­ten vor dem Kochen auf Zim­mer­tem­pe­ra­tur ge­bracht wer­den, damit die Eier­scha­le nicht so leicht auf­platzt, wenn das Ei ins kochen­de Was­ser kommt. Und das ist der zwei­te Tipp: das Was­ser soll­te schon kochen, wenn man das Ei hin­ein­legt. Bei vier Mi­nu­ten Koch­zeit ist es noch recht weich, bei acht Mi­nu­ten schon fast kom­plett fest. Drit­ter Tipp: das Ei sollte nicht zu frisch, aber auch nicht zu alt sein. Für das per­fek­te Früh­stücks­ei sei ein Alter von drei bis 14 Ta­gen ideal, so die Ex­per­ten der Land­wirt­schafts­kammer.

Und nun: Frohe Ostern!


Oberes Bild: Bunte Ostereier gehören zum Osterfest. Foto: Pexels/Roman Odintsov

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