

Elementa
6. Mai 2026Zentrum Naturgefahren zeigt Risiken und Lösungen rund um Hochwasser, Starkregen und Hagel.
Wasser im Keller nach Starkregen, vom Hagel zerschlagene Dachziegel, großflächige Überschwemmungen nach tagelangem Dauerregen: Extremwetter und seine Folgen nehmen zu – spürbar auch in Deutschland. Mit Elementa - Zentrum Naturgefahren startet die Gruppe der öffentlichen Versicherer am 4. Mai, eine zentrale Informationsplattform, auf der sich alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Planerinnen und Planer über die lokalen Naturgefahren an ihrer Wohnadresse kostenlos informieren können – unverzichtbar für eine fundierte Standortanalyse. Darauf aufbauend stellt Elementa Schutzstrategien vor und benennt erprobte Bauteile, die die Resilienz von Gebäuden gegen die Einflüsse der Naturgefahren steigert. Damit geht Elementa weit über ähnliche Angebote in Deutschland hinaus.
Über das Risiko-Radar auf www.elementa.org erkennen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer adressgenau auf einen Klick die Gefährdungslage ihres Wohnhauses. Potenzielle Bauherrschaften ermitteln die Risiken an ihrem Bauplatz per Koordinaten oder einfach durch einen Klick auf die Elementa-Karte. Zum Start der Plattform analysiert das Risiko-Radar die Gefahrenlagen zu Flusshochwasser, Starkregen und Hagel. Von der Risikoeinschätzung aus fächert sich das weitere Angebot von Elementa auf. Einer der Fächer sind interaktive Deutschlandkarten, die eine tiefergehende Analyse der Gefährdungslage eines Gebäudes zulassen. Elementa fasst dafür Risiko- und Gefahrenkarten aus 32 unterschiedlichen/öffentlichen Quellen zusammen und kombiniert diese mit Deutschlands aktuell genauester Hagelgefährdungskarte.
Zusätzlich zu Gefahren- und Risikokarten gibt es als weitere Fächer in mehreren Schritten immer detaillierter werdende Informationen zur gezielten Gebäudeprävention: Umfassende Ratgeber für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sowie die Bauherrschaft, für Planerinnen und Planer, Architektinnen und Architekten. „Das Angebot von Elementa bündelt zentral unverzichtbare Hinweise auf den Schutz von Wohnimmobilien“, sagt Dr. Hans-Herrmann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V., an dem Elementa ansässig ist. „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zu den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben der Klimafolgenanpassung und der Resilienzsteigerung.“
Ein weiterer, exklusiver Fächer im Angebot von www.elementa.org ist ein deutschlandweit einmaliges Bauteilregister, das Elementa in Kooperation mit der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG) der Schweiz und dem Elementarschaden-Präventionszentrum (EPZ) aus Österreich betreibt. Darin sind geprüfte und zertifizierte Bauteile gelistet, die die Resilienz von Wohngebäuden nachweisbar steigern. Zum Start von Elementa enthält es bereits zahlreiche hagelsichere Bauelemente wie etwa Dachziegel, Dachfenster und Fassadenputze. Das Register wird stetig weiterwachsen.
Als zentrale Plattform bündelt www.elementa.org Informationen zur baulichen Vorsorge vor Naturgefahren. Elementa erklärt fachlich fundiert die möglichen Schäden an Wohnhäusern, wenn Extremwetterereignisse zuschlagen. Auf Basis des Risiko-Radars und mithilfe von Checklisten schätzen Bauherrschaften, Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer die Widerstandsfähigkeit ihrer bestehenden oder geplanten Gebäude ein. Detaillierte Ratgeber zeigen anschließend Schritt für Schritt und anhand von Best-Practice-Beispielen, wie diese Häuser geschützt werden können. Der Klimawandel spielt dabei stets eine wichtige Rolle. Denn er wird die Häufigkeit und Intensität der schon heute regelmäßigen, verheerenden Extremereignisse laut übereinstimmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen weiter steigern.
Für Planerinnen und Planer, Architektinnen und Architekten stehen auf www.elementa.org nützliche und fachspezifische Details wie etwa baurechtliche Rahmen zum Schutz von Gebäuden bereit. „Umfassender Schutz vor Naturgefahren beginnt mit einer zielorientierten Planung“, so Drews. „So bleiben von Anfang an die Kosten eines resilienten Neubaus oder einer entsprechenden Sanierung transparent und überschaubar.“ Mehr noch: Mithilfe des Bauteilregisters finden Bauherren und Planer gleichermaßen auf einen Blick resiliente Baustoffe.
„Der Schutz vor Naturgefahren ruht auf zwei Säulen: individueller Prävention am eigenen Wohnhaus und öffentlicher, übergeordneter Vorsorge“, meint Drews. Darum nehmen im Ratgeberangebot Informationen über den staatlich verantworteten Naturgefahrenschutz einen wichtigen Platz ein. „Wir wollen den öffentlichen Naturgefahrenschutz auf allen föderalen Ebenen fördern, indem wir funktionierende Schutzmaßnahmen als Best-Practice-Beispiele vorstellen und neueste Forschungserkenntnisse bekannt machen“, sagt der Geschäftsführer des Kieler Instituts. Dazu gehören neben Beispielen wirksamer Prävention vor Naturgefahren an öffentlicher Infrastruktur auch Hinweise auf koordinierte, passgenaue Einsatz- und Rettungspläne für unterschiedliche Katastrophenszenarien.
Die Gruppe der öffentlichen Versicherer trägt über Elementa ihren Teil dazu bei, das deutschlandweite Gefahrenpotenzial zu benennen und dieses bis hinunter auf den einzelnen Gebäudestandort zu verdeutlichen. Elementa zeigt darauf aufbauend sehr praxisnah Möglichkeiten auf, wie Gebäude, Siedlungen und ganze Landstriche präventiv vor Naturgefahren geschützt werden können.
Über Elementa
Elementa – Zentrum Naturgefahren ist ein Service der öffentlichen Versicherer und des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V. (IFS). Mit seinem Start im Mai 2026 dient es als verlässliche Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, praktischer Vorsorge und konkretem Handlungswissen. Das komplett kostenfreie Angebot umfasst vorerst das Risiko-Radar, adressgenaue Karten und umfangreiche Ratgeber-Informationen zu den Risiken Hagel, Starkregen und Flusshochwasser. Dieses Angebot wird sukzessive ausgebaut und um weitere Naturgefahren erweitert. Das Elementa-Team greift auf Erfahrungen eines kompetenten, internationalen Netzwerks zurück und bündelt den aktuellen Forschungsstand sowie alle öffentlich zugänglichen Daten zur Gefahren- und Risikoabschätzung.
Autor dieses Beitrags

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