

Pollen, Fliegen, Einbrecher
22. April 2026Tipps für sichere Fenster.
Der Frühlingsputz steht an? Eine gute Gelegenheit, um auch den Fenstern etwas Aufmerksamkeit zu Schenken. Also fix den Einbruchsschutz und die den Schutz vor Fliegen und Pollen erneuern.
Decken, Wände, Möbel, Böden – und die Fenster? Beim Frühlingsputz lohnt es sich, auch die Fenster genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier einige Tipps, worauf Sie achten können – damit die Fenster nicht nur sauber sind, sondern auch Einbrecher und andere unliebsame Eindringliche abhalten.
Fenster pflegen und warten
Fenster sollte man regelmäßig warten, damit sie lange halten, leichtgängig bleiben und man keine Heizenergie verschwendet. Daher sollte man nicht nur die Fensterscheiben putzen, sondern auch Dichtungen und Rahmen säubern.
Der Verband Fenster und Fassade (VFF) rät:
- Ein sauberes, weiches Tuch, lauwarmes Wasser und eine pH-neutrale Seife zu verwenden, um Fensterprofile und Glasoberflächen zu reinigen.
- Auch die Fensterfalz zwischen Flügel und Blendrahmen sollte man reinigen – Insekten, Pflanzenreste oder Schmutz am besten mit dem Staubsauger entfernen.
- Und ein Zahnstocher hilft, wenn im Blendrahmen oder der Entwässerungsöffnung Schmutz festsitzt.
Die Dichtungen werden mit Wasser gereinigt, Dichtungspflegemittel hält sie geschmeidig. Zudem sollte man bewegliche Fensterbeschläge mit einem säure- und harzfreien Fett oder Öl einschmieren.
Beim Putzen und Warten kann man auch gleich auf Schäden an den Fenstern, dem Rahmen und dem Einbau achten.
Wer prüfen will, ob die Fenster richtig dicht sind, kann man ein Blatt Papier oder ein Feuerzeug zu Hilfe nehmen. Flackert die Flamme, wenn man das Feuerzeug im Innern entlang der Dichtungen des geschlossenen Fensters bewegt? Dann könnte die Fensterdichtung defekt sein oder der Fensterflügel nicht fest genug anliegen.
Wer ein Papier zwischen den Fensterflügel und den äußeren Rahmen klemmt, kann dies genauer überprüfen. Lässt sich das Blatt ohne Probleme herausziehen? Dann sind die Fenster ziemlich sicher undicht.
Oft hilft es dann schon die Dichtungen zu erneuern oder die Fensterflügel neu zu justieren. Bei größeren Schäden kann eine Reparatur oder ein Fenstertausch nötig sein.
Wenn man schon dabei ist, kann man auch den Einbruchsschutz kontrollieren. Wichtig ist bei Fenstern alle mechanischen Bauteile zu prüfen, schreibt Netzwerk Zuhause sicher. So kann man unter anderem darauf achten:
- Schließen alle Fenster richtig?
- Sind die Fenstergriffe stabil und abschließbar?
- Gibt es Schäden an den Beschlägen oder Rahmen?
Hersteller raten zudem dazu, alle zwei Jahre die Fensterbeschläge warten zu lassen.
Wer noch keinen Einbruchsschutz hat, etwa keine abschließbaren Fenster, kann kostenlose Beratung der Polizei in Anspruch nehmen. Dabei geht es etwa um Schwachstellen am Haus oder der Wohnung sowie um wirksame Sicherheitstechnik gegen Einbrecher.
Wichtig ist etwa, dass Beschläge mindestens die einbruchhemmende Widerstandsklasse RC2 haben. Zudem muss der Schutz fachgerecht eingebaut werden.
Sind die Fenster sauber, kann man noch etwas machen: Insekten- oder Pollenschutzgitter neu anbringen oder erneuern. Das ist gerade im Frühling sinnvoll, wenn viele Blumen blühen und die ersten Insekten unterwegs sind.
Bei den Schutzgittern gibt es große Unterschiede – manche kann man selbst montieren, sogar ohne Bohren etwa mit Klettband oder Klebeverschluss, bei anderen Modellen muss eventuell geschraubt werden. Abhängig vom handwerklichen Geschick reicht also die Baumarktlösung oder die Fachfirma muss ran.
So gibt es etwa feste Spannrahmen. Sie sind ein stabiler, dauerhafter Schutz. Will man die Fenster regelmäßig etwa zum Blumengießen öffnen, eignen sich Dreh- und Pendelrahmen. Zudem gibt es Rollos und Plissees mit integriertem Insektenschutz. Sie sind besonders flexibel und eignen sich lauf VFF für Dachfenster.
Wenn nicht der Insektenschutz im Fokus steht, sondern der Schutz vor Pollen, ist laut VFF eines besonders wichtig: Das Schutzgitter muss ein Pollenschutzgitter sein. Dann ist es besonders feinmaschig und schützt auch vor dem feinen Blütenstaub und mehr.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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