Gesundheit

Entgiften?

10. März 2026

Warum es keine Detox-Produkte braucht

 

Dem Körper eine Pause gönnen, mit Tees, Säften und Co. entschlacken und entgiften: klingt gut. Ist aber unnötig. Das sagt die Wissenschaft – und das hilft wirklich.

Schon mal was von Detox gehört? Bestimmt. Der Modebegriff, der für Entgiftung steht, begegnet uns schließlich häufig in der Werbung. Das Versprechen hinter Produkten, die mit diesem oder ähnlichen Schlagwörtern werben: Schädliche Ablagerungen werden mithilfe der Inhaltsstoffe aus dem Körper geschwemmt, wir werden gesünder, wacher, agiler. Die Verbraucherzentrale NRW (VZ NRW) warnt allerdings: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass solche Produkte wirklich das halten, was sie versprechen. Sie seien vor allem teuer – und unnötig. 

Denn: Ansammlungen von Giftstoffen, sogenannte Schlacken, ließen sich in Körpern gesunder Menschen gar nicht nachweisen, so die VZ NRW. Wenn Leber und Niere gesund arbeiten, würden kaum schädliche Stoffe zurückbleiben. 

Positive Wirkung nicht erwiesen

Diese Risiken bestehen 

Eine Wirkung haben viele Inhaltsstoffe solcher Produkte aber doch – sie fördern die Entwässerung. Wenn man es damit übertreibt, können auch wichtige Mineralien ausgeschieden werden und der Elektrolythaushalt durcheinander kommen. Außerdem kann sich das negativ auf die Wirkung von Medikamenten auswirken. 

Typische Inhaltsstoffe der Produkte, die es als Pulver, in Tablettenform oder als Säfte gibt, sind etwa Heilerde, Brennnessel, Grüner Tee oder sogenannte Superfoods wie Açai- oder Gojibeere. Da es keinen wissenschaftlichen Nachweis für einen reinigenden Effekt oder eine direkte Auswirkung auf das Gewicht gibt, darf der Begriff „Detox“ nicht im Produktnamen verwendet werden. Die VZ NRW weist allerdings darauf hin, dass die Hersteller hier kreativ sind und auf alternative Schreibweisen zurückgreifen – dann sei zum Beispiel von „minus Tox“ oder „freetox“ die Rede. 

Insbesondere bei Tees, Säften und Smoothies seien zwar meist keine negativen gesundheitlichen Folgen zu erwarten, wer sich aber dauerhaft einseitig ernähre, riskiere eine Mangelversorgung mit Nährstoffen. Wer trotz der wissenschaftlich fraglichen Wirkung dauerhaft zu Produkten mit dem Detox-Versprechen greifen will, sollte das demnach zumindest vorher ärztlich abklären lassen, so der Rat. 

Schadstoffen aus dem Weg gehenDarauf können Sie achten

Einfacher – und günstiger – sei es, einfach von vornherein auf potenziell schädliche Lebensmittel zu verzichten. Die VZ NRW hat dafür ein paar Tipps zusammengetragen. Eine Auswahl: 

Die Klassiker:

  • Nikotin und Alkohol vermeiden
  • wenig Fleisch, dafür viel Obst und Gemüse essen
  • Öko-Lebensmittel bevorzugen, um Pestizide zu vermeiden
  • bei Toasts und Leckereien aus dem Ofen gilt: goldig statt verkohlt, um Acrylamid zu vermeiden
    Hätten Sie es gewusst?
  • beim Blattgemüse die äußeren Blätter und den Strunk entfernen, um Schwermetalle zu vermeiden
  • für Fischliebhaber: zu Scholle, Seelachs und Hering greifen, Thun- und Schwertfisch sind stärker mit Schwermetallen belastet

Und dann gilt natürlich wie immer: Viel Trinken und ausreichend Bewegung im Alltag fördern die allgemeine Gesundheit.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn 

Das Online Magazin „Wir sind Nähe“
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Autor dieses Beitrags

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Pia Marie Wenholz

Pia Marie Wenholz ist Mit­­a­r­bei­­te­­rin der Öffent­lichen Olden­burg. Sie ist ver­ant­wort­lich für den Be­reich Pres­se und Kommu­ni­ka­tion.

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