In einem Garten steht an Vater am Grill und grillt Burger. Neben ihn steht sein Sohn mit einem Teller, wo der Vater etwas vom Grill drauf tut. Im Hintergrund ist ein gedeckter Tisch zu sehen.
Gesundheit

Grillen – aber hygienisch

4. Juni 2026

Zehn Tipps, um das Risiko einer Lebensmittelinfektion zu verhindern. 

 

Es ist wieder Grillzeit. Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Park, Grillen bringt Abwechslung auf den Teller und steht für Genuss und Geselligkeit. „Damit das gemeinsame Essen ein Genuss bleibt, sind ein hygienischer Umgang mit Lebensmitteln und die richtige Lagerung besonders wichtig“, sagt Heike Kreutz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in Bonn. Denn besonders bei warmem Wetter steige das Risiko für Lebensmittelinfektionen deutlich an.

Keime sind schnell

Krankmachende Keime können sich in ungekühlt gelagerten Speisen schnell vermehren. Häufig gelangen sie über rohe tierische Produkte wie Fleisch, Fisch oder Eier in die Küche und werden von dort leicht auf andere Lebensmittel wie Grillsoßen, Salate oder Desserts übertragen. „Das kann gesundheitliche Folgen haben“, warnt Kreutz. Typische Symptome einer solchen Infektion seien Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen.

Tipps fürs Grillen

Damit das Grillen auch an warmen Tagen sicher bleibt, dafür hat das BZfE einige grundlegende Hygieneregeln zusammengestellt:

  • Hände regelmäßig waschen: Vor und nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich mit warmem Wasser und Seife reinigen.
  • Kühlkette einhalten: Fleisch und Fisch möglichst gekühlt transportieren, etwa in einer Kühltasche. Empfindliche Speisen wie Salate, Soßen und Desserts bis kurz vor dem Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.
  • Auftauwasser entsorgen: Tiefgefrorenes Fleisch im Kühlschrank auftauen und das Auftauwasser wegkippen.
  • Vorsicht bei rohen Eiern: Speisen wie selbst gemachte Mayonnaise oder Tiramisu im Sommer möglichst vermeiden oder ständig gekühlt halten.
  • Getrennt zubereiten: Lebensmittel tierischer Herkunft stets getrennt von verzehrfertigen Speisen wie Salaten, Desserts oder Brot lagern und zubereiten.
  • Gut durchgaren: Fleisch – insbesondere Geflügel – immer vollständig erhitzen, um Keime sicher abzutöten. Als Orientierung gelten mindestens zwei Minuten bei 72 Grad Celsius (Kerntemperatur). Das Geflügelfleisch sollte innen und am Knochen nicht mehr rosa sein.
  • Kreuzkontamination vermeiden: Für rohes und gegartes Grillgut unterschiedliche Grillzangen oder Besteck verwenden.
  • Küchenutensilien säubern: Arbeitsflächen, Messer und Schneidebretter nach Kontakt mit rohen Lebensmitteln gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen.
  • Speisen nicht zu lange stehen lassen: Lebensmittel zügig verzehren und nicht über längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
  • Grill reinigen: Den Rost nach jeder Nutzung gründlich reinigen und vor dem nächsten Einsatz ausreichend erhitzen.

„Auf diese Weise lassen sich gesundheitliche Risiken wirksam reduzieren, und einem entspannten Grillabend steht nichts im Wege“, weiß BZfE-Beraterin Kreutz. 

Das Online Magazin „Wir sind Nähe“
Diesen Beitrag teilen

Autor dieses Beitrags

Wir sind für Sie da!

Schadentelefon

Pannenhilfe: 0441 2228 999
Fahrrad-Schutzbrief: 0441 2228 333
Rechts­schutz-Service: 0800 1750300

Berater Vor Ort

Hier finden Sie Ihren persön­lichen Berater vor Ort.

Vertragsservice

Montag - Freitag: 08:00 - 18:00 Uhr
Tel.: 0441 2228 0
E-Mail: info@oevo.de
Self-Service Persönliche Anliegen können Sie digital melden.