Familie kocht zusammen in einer modernen Küche, während sie gemeinsam an einem Rezept arbeiten und viel Spaß haben.
Gesundheit

Selbst kochen lohnt sich

20. August 2026

 

Kochen statt Fertiggerichte auftauen oder aufwärmen hat Pluspunkte. Man kann aber auch „pure“ Fertigprodukte mit Frischem kombinieren. 

In Deutschland wächst das Angebot an Fertiggerichten wie Tiefkühlpizza, Fertiglasagne und Instant-Suppen. In den vergangenen fünf Jahren ist die Produktion um knapp 26 Prozent auf 1,7 Millionen Tonnen gestiegen, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden – bei Nudelgerichten sogar um satte 56 Prozent. Viele Menschen greifen gerne zu Fertiggerichten, weil es schnell geht und einfach ist. 

Gesünder und besser

„Mit frischen Zutaten zu kochen, dauert zwar etwas länger, aber es gibt eine Menge Pluspunkte“, weiß Heike Kreutz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in Bonn und zählt auf: „Sie sind in der Regel ernährungsphysiologisch günstiger, nachhaltiger und meist sogar preiswerter als Fertiggerichte. Oft fällt weniger Verpackungsmüll an, und saisonales Obst und Gemüse aus der Region lassen sich leichter in den Speiseplan einbauen.“ Wer selbst Pizza backt, Salat zubereitet oder Suppe kocht, habe auch die „Zutatenliste“ in der eigenen Hand.

Es muss allerdings nicht „fertig“ oder „frisch“ sein, sagt die Ernährungsexpertin. Zeitersparnis in der Küche bringe die geschickte Kombination frischer Lebensmittel mit ausgewählten fertigen Produkten. Besonders praktisch seien zum Beispiel Gnocchi, Spätzle, Schupfnudeln oder Klöße, deren frische Zubereitung mit mehr Aufwand verbunden ist. Auch bereits ausgerollte Teige für Pizza oder vorgeschnittene Gemüsemischungen aus der Tiefkühltruhe seien hilfreiche Zutaten, wenn es schnell gehen muss. Ideal seien auch fertige Produkte, die möglichst „pur“ sind: Spätzle statt gefüllter Tortellini, Tiefkühl-Gemüse ohne Soße und Gewürze oder Fertigprodukte mit wenig Fett und Salz.

Bei der Auswahl hilft auch der Nutri-Score oder ein Blick auf die Zutatenliste. „Kombiniert mit viel frischem Gemüse oder Obst sowie Fleisch oder Fisch in Maßen, entsteht ruckzuck eine vollwertige Mahlzeit“, so Kreutz. Viele Gemüsearten seien schnell gar und unkompliziert in der Verarbeitung, da sie kaum geputzt oder geschält werden müssen. Dazu zählten unter anderem Blumenkohl, Fenchel, Möhren, Tomaten, Hokkaido-Kürbis, Auberginen und Zucchini.

Schnelles Rezept

„Mit stückigen oder passierten Tomaten aus der Dose lässt sich im Handumdrehen eine einfache Tomatensoße für Pasta zubereiten“, weiß Kreutz und gibt hierzu zum Schluss noch einen Rezepttipp: Zwiebel und Knoblauch in wenig Öl anbraten, einen Esslöffel Tomatenmark hinzugeben, kurz anrösten und mit Tomaten aus der Dose auffüllen. Zehn Minuten köcheln lassen und mit einem Schuss Sahne, einer Prise Zucker, Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. „Frisch zubereitet schmeckt die Soße meist deutlich intensiver und aromatischer als ein fertiges Produkt aus dem Supermarkt“, ist sich die Ernährungsexpertin sicher.

Das Online Magazin „Wir sind Nähe“
Diesen Beitrag teilen
Autor dieses Beitrags
Wir sind für Sie da!

Schadentelefon

Pannenhilfe: 0441 2228 999
Fahrrad-Schutzbrief: 0441 2228 333
Rechts­schutz-Service: 0800 1750300

Berater Vor Ort

Hier finden Sie Ihren persön­lichen Berater vor Ort.

Vertragsservice

Montag - Freitag: 08:00 - 18:00 Uhr
Tel.: 0441 2228 0
E-Mail: info@oevo.de
Self-Service Persönliche Anliegen können Sie digital melden.