Junge Person trinkt Wasser aus einer Flasche, umgeben von Bäumen, im Sonnenlicht.
Gesundheit

Trinken, trinken, trinken

10. August 2026

 

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg gibt Tipps für eine ausreichende Hydration bei Hitze. 

Heiße Tage hatten wird schon reichlich in diesen Sommer. Mit den derzeitigen Hundstagen stehen uns wohl auch noch einige bevor. „Bei hohen Temperaturen verändert sich der Flüssigkeitsbedarf deutlich“, weiß Carina Keuter, Ernährungsberaterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Oldenburg. „Durch vermehrtes Schwitzen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Wer zu wenig trinkt, riskiert Leistungsabfall, Kreislaufprobleme und Konzentrationsstörungen“, warnt sie. Besonders bei körperlicher Arbeit im Freien sei eine gute Hydration bei Hitze entscheidend.

Wie viel sollte man trinken?

Während normalerweise etwa 1,5 bis zwei Liter pro Tag empfohlen werden, können bei 30° C und körperlicher Belastung 2,5 bis 3,5 Liter oder mehr notwendig sein. Wichtig, so Keuter: „Trinken Sie regelmäßig und nicht erst bei Durst. Durst ist bereits ein Zeichen für ein beginnendes Flüssigkeitsdefizit.“

Was sollte man trinken?

Nicht jedes Getränk eignet sich gleich gut zur Flüssigkeitszufuhr bei Hitze. Empfehlenswert seien:

  • Wasser (Leitungswasser oder Mineralwasser), für den Geschmack Zitrone, Minze oder Beeren ergänzen
  • Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees
  • Saftschorlen im Verhältnis 1:3
  • Bei starker körperlicher Arbeit: mineralstoffhaltige Getränke (Mineralwasser mit höherem Natriumgehalt, Sportgetränke oder Apfelschorle mit einer Prise Salz)

Weniger geeignet seien stark gezuckerte Getränke, Energydrinks und Alkohol, da er den Flüssigkeitsverlust verstärken kann.

Tipps zum Trinken

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Flüssigkeitsaufnahme bei Hitze deutlich verbessern, weiß die Kammer-Ökotrophologin:

  • Trinkrhythmus einhalten: Alle 20 bis 30 Minuten kleine Mengen trinken.
  • Trinkflasche griffbereit halten: Sichtbarkeit erhöht die Trinkmenge.
  • Erinnerungen nutzen: z. B. über Smartphone Apps, Wecker oder feste Trinkzeiten.
  • Getränketemperatur beachten: Kühl, aber nicht eiskalt trinken.
  • Warnsignale erkennen: Kopfschmerzen, Schwindel oder dunkler Urin.

Neben Getränken tragen auch Lebensmittel zur Flüssigkeitsversorgung bei. „Besonders geeignet sind Gurken, Tomaten, Blattsalate, Melonen, Erdbeeren oder Pfirsiche. Leichte, wasserreiche Mahlzeiten sind bei Hitze zusätzlich bekömmlicher als schwere, fettreiche Speisen“, erklärt Keuter. Ihr Fazit: „Hydration ist entscheidend für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Ausreichendes Trinken bei Hitze ist keine Nebensache, sondern eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Wer frühzeitig und regelmäßig trinkt und auf geeignete Getränke achtet, kann Hitzebelastung deutlich besser ausgleichen.“ 

Das Online Magazin „Wir sind Nähe“
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