Familie sitzt in einem Zimmer, umgeben von Möbeln und einer Blumenarrangement, während eine Bedienung im Hintergrund steht.
Kultur und Sport

Der Dackel

9. November 2026

Eine Ikone geht Gassi

 

In der Kunsthalle Bremen widmet sich noch bis zum 28.03.2027 eine erste umfassende Ausstellung dem Dackel in der Kunst!

  

Kaum ein anderer Hund war und ist bei zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern so beliebt wie er. Die Ausstellung verfolgt die Spuren des Dackels von seinen traditionellen Anfängen als Jagdhund zum städtischen Begleiter bis hin zur heute allseits präsenten Trendfigur. Sie macht deutlich, dass der Dackel weit mehr als ein Motiv ist – er wird zum Helfer, Familienmitglied und Ausdruck einer Weltanschauung. Humorvoll und kritisch folgt die Schau mit rund 120 hochkarätigen historischen und aktuellen Werken dem Dackel in der Kunst. Neben Malerei, Zeichnung, Photographie, Video, Installation und Performance gibt es Einblicke in Populärkulturelles, Buchillustration, Deko- und Spielzeugdesign – und auch den Versuch, die Perspektive des Dackels selbst einzunehmen.

Ob als biedermeierliches Wohnaccessoire, als Wackeldackel auf der Hutablage oder als geringeltes Olympia-Maskottchen Waldi – der Dackel prägt das Bild vom Deutschen. International ist er als Sausage Dog oder Wiener Dog im Rampenlicht. Künstlerinnen und Künstler überzeugt seine radikal formvollendete Figur. Sein notorischer Blick von unten, seine Unangepasstheit und sein Hang zum Müßiggang machen ihn zu einer wahren Identifikationsfigur. Noch dazu ist er der clevere Komiker unter den Hunden.

Das Who’s Who der westlichen Kunstgeschichte liebte und liebt den Dackel. Pablo Picasso und sein Atelierdackel Lump wurden durch die Photographien von David Douglas Duncan zu einem unvergesslichen Gespann, für Andy Warhol ist Dachshund Archie ein Alter Ego, David Hockney erzählt mit seinen Gemälden von Stanley und Boodgie eine fast filmisch anmutende Hommage an seine dösenden Dackel. Max Liebermann, Otto Dix, Pierre Bonnard oder auch die legendäre Tierphotographin Ylla waren Dackelfans. In der internationalen Gegenwartskunst sind es heute unter anderem Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz oder Elina Brotherus, deren Dackel uns zu denken geben.

Gezeigt werden Arbeiten unter anderem von Sonja Alhäuser, Alex Bailey und Krõõt Juurak, Pierre Bonnard, Thorsten Brinkmann, Elina Brotherus, Franz Burkhardt, Ashley Cecil, Mark Dion, Otto Dix, Lisa Elmaleh, Hugo Fortes, David Hockney, Gabriela Jolowicz, Carolin Klapp, Fritz Koch-Gotha, Max Liebermann, Camilla Nicklaus-Maurer, Pablo Picasso, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz, Édouard Vuillard, Andy Warhol und Ylla.

Hereingedackelt! Die Kunsthalle Bremen heißt Dackel willkommen

Während der Ausstellung sind Dackel und kleine Hunde bis 30 Zentimeter Schulterhöhe jeweils donnerstags von 12 bis 18 Uhr (Dackel-Donnerstag) und samstags von 12 bis 16 Uhr (Sausage-Dog-Saturday) in der Kunsthalle erlaubt.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://kunsthalle-bremen.de/de/ausstellungen/der-dackel

Impressionen der Ausstellung 

Fotos: Gabriele Mesch

Zwei Schwarz-Weiß-Fotografien: Ein älterer Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch, ein Hund schaut zu.
 
Eine ovale, porzellanartige Schale mit schwarzer Malerei und der Aufschrift „Pour Lumpe, 1910, Cannes 19.4.57“.
 
Kissen mit einem gemalten Hund in Golfer-Outfit und Golfschläger, vor einer pinken Wand. Darunter ein spielzeughafter Hund.
 
Schwarz-weiß Porträt einer Person mit Brille, die einen Hund hält, eingerahmt in einem schwarzen Rahmen.
 
Drei bunte Katzenfiguren mit Schleifen und ein Dackel, darunter der Text "We don't talk to Germans."
 
Ausschnitt einer Wand mit mehreren Rahmen, die schlafende Hunde auf Kissen in verschiedenen Positionen zeigen.
 
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Portrait von Gabriele Mesch

Gabriele Mesch

Gabriele Mesch ist Ge­schäfts­füh­re­rin der Kul­tur­stif­tung der Öffent­lichen Oldenburg.
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