

Kolumne Jesse Hinrichs
26. Januar 2026Von der Challenge Roth, einem neue Streckenrekord und das Drama mit den Verletzungen.
Das Auf und Ab der zweiten Hälfte 2025
Das Jahr 2025 ist Geschichte und die Saison 2026 wirft bereits ihren Schatten voraus. Bevor wir
allerdings voll in das neue Jahr reingehen, gilt es, einen Rückblick auf das Vergangene zu werfen.
Mein Jahr 2025 sollte unter dem Stern der ersten Langdistanz stehen. Im Frühjahr hatte ich davon berichtet, dass die Challenge Roth das Highlight des Jahres werden sollte und der Fokus sowie das Training ganz auf diesen einen Tag Anfang Juli ausgerichtet waren.
Wie berichtet kam alles ein wenig anders und eine Verletzung verhinderte die perfekte Vorbereitung. Dennoch stand ich am 6. Juli an der Startlinie und konnte auch in 8:11 h ein solides Langdistanz-Debüt feiern. Dennoch war ich weit weg von meinen eigentlichen Vorstellungen und Ansprüchen. Insbesondere beim Marathon, wo ich durch die verletzungsbedingte, sehr kurze
Vorbereitung nicht mein eigentliches Potenzial im Laufen abrufen konnte. Auch wenn man sich auf den letzten Kilometern bei einer Langdistanz immer wieder fragt, warum man das Ganze eigentlich macht, war das Feuer kurz nach dem Rennen schon wieder voll da und die Planungen für den Rest der Saison nahmen Form an.

Nach ein paar ruhigeren Wochen und dem Wiedereinstieg ins Training folgte ein erster Formtest beim Nordseeman in Wilhelmshaven, nur fünf Wochen nach der Challenge Roth.
Ein sehr etablierter Wettkampf bei uns im Norden, den es schon viele Jahre gibt und bei dem ich lustigerweise bereits viele Male als Kind auf den kurzen Jugenddistanzen am Start war – vor mehr als zehn Jahren. Diesmal allerdings auf der Mitteldistanz. Aus dem vollen Training heraus, ohne zu „tapern“, konnte ich das Rennen deutlich gewinnen und einen neuen Streckenrekord aufstellen, inklusive einer neuen Bestzeit im Halbmarathon. Die Richtung stimmte also und alles war ausgelegt auf das nächste große Rennen: die Europameisterschaften auf der Langdistanz im niederländischen Almere einige Wochen später.
Bild links: Auf dem Weg zum Streckenrekord beim Nordseeman Wilhelmshaven.
Mit viel Motivation und dem Rückenwind durch das gute Rennen in Wilhelmshaven ging es also direkt wieder ins Training – bis ich kurze Zeit später alles hinwerfen musste. Was vorerst nur ein kleines Zwicken im Fuß war, stellte sich schlussendlich als eine sehr langwierige Verletzung heraus, die mich viele Wochen Lauftraining kosten würde.
Die Europameisterschaften musste ich schweren Herzens absagen und kurze Zeit später auch alle weiteren großen Rennen sowie die Herbstläufe in der Region, die ich mir für den September und Oktober herausgesucht hatte. Das sind natürlich als Sportler die Momente, in denen man alles hinterfragt. Insbesondere nach meinem schwierigen vergangenen Jahr aufgrund der Herzprobleme und auch dem Frühjahr mit der Wadenverletzung.
Zum Glück konnte ich weiterhin schwimmen und Rad fahren. Mit vielen Stunden auf dem Stepper im Fitnessstudio konnte ich zusätzlich erstaunlich gut die Lauffitness erhalten und versuchte weiterhin, optimistisch für einen guten Saisonabschluss zu sein. Nach vielen Stunden beim Arzt und zig Behandlungen stellte sich glücklicherweise etwas Besserung ein. Die Optionen für einen späten Wettkampf schwanden allerdings Woche für Woche langsam dahin und schlussendlich musste ich eine Entscheidung treffen: die Saison ohne Wettkampf und erhofftes Happy End beenden oder den weiten Trip und die Kosten auf mich nehmen und mich für den Ironman Cozumel in Mexiko anmelden – eine von zwei letzten verbleibenden Optionen. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und nach dem Anschauen von nur ein paar Bildern und Wettkampfvideos war die Anmeldung abgeschickt.
Wie die Vorbereitung auf den letzten Wettkampf der Saison verlief, welche Besonderheiten es dabei gab und wie schlussendlich das Rennen ausging, werde ich demnächst berichten. So viel sei schonmal gesagt: Das Auf und Ab aus der ganzen Saison nahm auch in Mexico weiter seinen Lauf…
Bild oben: Schwimmende bei der Challenge Roth
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