

Erfolgreiches Jahr 2025
05. März 2025Öffentliche Oldenburg wächst weiter und bleibt ertragsstark.
- Beitragseinnahmen steigen auf 297 Millionen Euro
- Schaden- und Kostenquote erneut unter Marktniveau
- Lebensversicherung steigert Neugeschäft
- Neubau in der Moslestraße schreitet planmäßig voran
Die Öffentliche Oldenburg blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2025 zurück. In einem weiterhin herausfordernden Umfeld ist es dem Regionalversicherer gelungen, seinen erfolgreichen Kurs fortzusetzen.
„Wir sind mit der Entwicklung des vergangenen Jahres sehr zufrieden. Unser Wachstum ist solide, unsere Ertragslage stabil und wir konnten unsere Position im Markt weiter ausbauen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende, Jürgen Müllender. „Gerade in Zeiten, in denen sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen immer wieder verändern, zahlt sich unsere langfristig ausgerichtete Geschäftspolitik aus.“
Die Oldenburgische Landesbrandkasse (OLBK) und die Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg konnten auch im vergangenen Jahr ihre Position als führender regionaler Versicherer am Markt erfolgreich behaupten.
Besonders erfreulich ist dabei, dass sich das Wachstum auf mehrere Sparten verteilt und gleichzeitig eine sehr gute Schaden- und Kostenentwicklung verzeichnet wurde.
Wachstum auf breiter Ebene
Die gebuchten Bruttobeiträge der Öffentlichen Oldenburg stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 5,4 Prozent auf 296,9 Millionen Euro (Vorjahr: 281,7 Millionen Euro). Die OLBK verzeichnet das größte Bestandswachstum seit Jahren, darüber hinaus werden deutliche Beitragszuwächse in der Schaden- und Unfallversicherung erzielt.
Die Kapitalanlagen entwickelten sich ebenfalls sehr positiv. Der Bestand erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 1,775 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,768 Milliarden Euro). Damit unterstreicht die Öffentliche Oldenburg erneut ihre solide finanzielle Basis und langfristig ausgerichtete Anlagepolitik.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt das dichte Servicenetz mit rund 80 Geschäftsstellen sowie die enge Zusammenarbeit mit den beiden regionalen Sparkassen, der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) und der Sparkasse Wilhelmshaven.
Am Jahresende 2025 betreute das Unternehmen mit über 700 Mitarbeitenden in der Oldenburger Zentrale und den Geschäftsstellen knapp eine Million Versicherungsverträge.
OLBK: Kerngeschäft wächst solide weiter
Die Oldenburgische Landesbrandkasse (OLBK) konnte ihre starke Marktposition im Geschäftsjahr 2025 weiter ausbauen. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 7,5 Prozent auf 222,5 Millionen Euro (Vorjahr: 206,9 Millionen Euro). Damit bewegt sich das Wachstum auf Marktniveau – in einzelnen Sparten auch darüber.
Besonders erfreulich entwickelte sich im vergangenen Jahr die Kraftfahrtversicherung: „Die Beitragseinnahmen lagen mit 13,5 Prozent deutlich höher als ursprünglich erwartet. So ein Ergebnis geht mit spürbarem Bestandszuwachs einer und ist damit das stärkste Wachstum der vergangenen Jahre,“ erläutert Vorstandsmitglied für Kompositversicherungen, Ralf Kunze.
Auch die Sachversicherungen trugen maßgeblich zur positiven Entwicklung bei. In der Wohngebäudeversicherung stiegen die Beiträge um 5,7 Prozent, in der Hausratversicherung um 1,5 Prozent. Neben moderaten Index- und Summenanpassungen wirkten sich vor allem vertriebliche Erfolge im Neugeschäft aus.
Neben dem positiven Trend im privaten Segment verzeichnete die OLBK auch im gewerblichen Bereich (Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft) ein starkes Wachstum von 5,4 Prozent. Die HUK-Versicherungen (Haftpflicht, Unfall, Kraftfahrt) sind mit 103,9 Mio. Euro um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Die Haftpflichtversicherung verzeichnete ein Beitragsplus von 1,7 Prozent auf 16,4 Millionen Euro. In der beratungsintensiven Unfallversicherung stiegen die Beiträge in einem insgesamt stagnierenden Markt um 0,7 Prozent.
Insgesamt belief sich der Bruttoschadenaufwand auf 150,6 Millionen Euro (Vorjahr: 139,7 Millionen Euro). Während in der Kraftfahrtversicherung weiterhin höhere Reparatur- und Ersatzteilkosten spürbar sind, verlief das Jahr im Geschäftsgebiet ohne nennenswerte Sturm- oder Elementarereignisse. Der entsprechende Schadenaufwand lag mit 3,4 Millionen Euro deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.
In der Gesamtbetrachtung führte das solide Beitragswachstum bei gleichzeitig moderater Schadenbelastung zu einer weiterhin sehr erfreulichen Ertragslage. Die Bruttoschadenquote blieb mit rund 68 Prozent stabil auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Die kombinierte Schaden- und Kostenquote (brutto, nach Abwicklung) verbesserte sich auf 84,8 Prozent und liegt damit erneut unter der Markterwartung von rund 91 Prozent.
„Unser Ergebnis zeigt, dass wir auch in bewegten Zeiten verlässlich wirtschaften. Wir wachsen mit Augenmaß, bleiben solide aufgestellt und sichern damit langfristig unsere Handlungsfähigkeit“, erklärt Müllender.
Der Kapitalanlagebestand der OLBK erhöhte sich um 13,4 Millionen Euro auf 467,1 Millionen Euro (Vorjahr: 453,7 Millionen Euro). Das Kapitalanlageergebnis beträgt 5,8 Millionen Euro bei einer Nettoverzinsung von 1,3 Prozent.
Lebensversicherung: Stabile Beiträge und mehr Neugeschäft
Die gebuchten Bruttobeiträge der Öffentlichen Lebensversicherungsanstalt Oldenburg bewegen sich mit 74,3 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro). Während die laufenden Beiträge leicht rückläufig sind, konnten die Einmalbeiträge mit 7,6 Mio. Euro um knapp 10 Prozent gesteigert werden, insbesondere durch fondsgebundene Produkte.
Die laufenden gebuchte Beitragseinnahmen entwickeln sich mit 66,7 Mio. Euro (-1,6%) auf einem gegenüber dem Vorjahr ähnlichen Niveau. Der leichte Rückgang ist bedingt durch geringere Riesterbeiträge (inklusive Zulagenzahlungen) sowie dem kontinuierlichen Rückgang im Bereich der klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung. Weiterhin deutlich gestiegen sind hingegen die laufenden Beiträge bei den Fondsprodukten (+13,2%) und in 2025 vor allem auch in der Risikolebensversicherung (+28,5%).
Das Neugeschäft entwickelte sich positiv: Die Beitragssumme erreichte 167,2 Millionen Euro und lag damit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Einen maßgeblichen Anteil daran hatten erneut die beiden regionalen Sparkassen mit rund 40 Prozent des vermittelten Geschäfts. Um an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen, gibt Vorstandsmitglied, Kerstin Garbe, einen Ausblick auf die Produkteinführung in diesem Jahr:
„Auch 2026 steht im Zeichen der Produktentwicklung. Mit der neuen Investrente bieten wir ein modernes, fondsgebundenes Lebensversicherungsprodukt an, womit wir noch flexibler auf die Bedürfnisse unseren Kundinnen und Kunden eingehen können.“
Der Bestand aller Lebensversicherungsverträge bleibt mit 117.239 nahezu stabil. Die Versicherungssumme erhöhte sich leicht auf 4,34 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,303). Besonders erfreulich ist die Stornoquote, die weiterhin mit 2,95 Prozent deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegt und damit die hohe Kundenbindung des Regionalversicherers widerspiegelt. „Gerade im Bereich der Altersvorsorge ist Vertrauen entscheidend. Die weiterhin niedrige Stornoquote zeigt, dass unsere Kundinnen und Kunden gerade im Bereich der Altersvorsorge uns langfristig ihr Vertrauen schenken. Das ist keine Selbstverständlichkeit vor allem nicht in einem Umfeld, das von wirtschaftlichen Unsicherheiten und ständig verändernden Rahmenbedingungen geprägt ist,“ betont Müllender. „Gleichzeitig freut uns, dass wir im Neugeschäft zulegen konnten. Das bestätigt, dass persönliche Beratung und regionale Nähe auch bei komplexen Vorsorgethemen eine zentrale Rolle spielen.“
Die Öffentliche Leben verwaltet insgesamt Kundengelder in Höhe von 1,3 Mrd. Euro.
Das Kapitalanlageergebnis beträgt 26,1 Millionen Euro bei einer Nettoverzinsung von 2,0 Prozent.
Neubau in der Moslestraße
Auch der Neubau an der Moslestraße nimmt weiter Gestalt an. Die Bauarbeiten schreiten – trotz teilweise herausfordernder Witterungsbedingungen – planmäßig voran.
In den vergangenen Monaten wurden die vorbereitenden Maßnahmen fortgeführt. Nach dem Einbringen von 167 Betonpfählen zur Pfahlgründung werden derzeit Geothermiebohrungen bis in eine Tiefe von rund 280 Metern durchgeführt. Insgesamt entsteht ein Sondenfeld mit 30 Bohrungen, das künftig zur nachhaltigen Energieversorgung des Gebäudes beitragen wird. Ab Frühjahr 2026 steht der Beginn der Rohbauarbeiten an.
Mit dem Neubau bekennt sich die Öffentliche Oldenburg bewusst zu ihrem Standort in der Innenstadt. Das Gebäude soll künftig weit mehr sein als nur ein Bürokomplex.
„Wir schaffen hier einen Ort, an dem wir gerne arbeiten und der zugleich Raum für Begegnung bietet“, erklärt Müllender „Neben modernen Arbeitsplätzen möchten wir mit dem neuen Gebäude einen Ort entwickeln, der sich in das Stadtbild einfügt und Impulse für die Region setzt.“
Oberes Bild: v.l. Ralf Kunze (Vorstandsmitglied Öffentliche), Jürgen Müllender (Vorstandsvorsitzender Öffentliche), Kerstin Garbe (Vorstandsmitglied Öffentliche), Foto: Torsten von Reeken
Autor dieses Beitrags

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