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    Kapitalanlage

    Glänzt Gold in der Krise?

In schwie­ri­gen Zei­ten gilt Gold als kri­sen­fes­te An­la­ge. Das lässt sich im Moment auch gut beo­bach­ten: Lag der Preis für eine Fein­un­ze Gold An­fang Ja­nuar 2020 bei etwa 1.530 US-Dollar, klet­ter­te er an­ge­sichts der Corona-Pan­de­mie bis August auf fast 2.060 Dollar. An­fang De­zem­ber lag er immer noch bei etwa 1.840 Dollar.

15. Januar 2021

Bei der In­ves­ti­tion in Gold ist der Fak­tor Sicher­heit ist für vie­le Käu­fer ein wich­ti­ges Ar­gu­ment. Schließ­lich wird es schon seit sehr lan­ger Zeit als Wäh­rung ein­ge­setzt und hat dabei Krie­ge, Wäh­rungs­re­for­men oder Re­zes­sio­nen über­stan­den.

Gold ist wert­be­stän­dig

„Gold hat noch nie und wird ver­mut­lich auch nie sei­nen Wert voll­stän­dig ver­lie­ren“, sagt Ralf Scherfling von der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW. „Das heißt aber nicht, dass Gold eine kri­sen­siche­re An­la­ge ist.“ Denn auch hier gibt es Risiken.
Zum Beispiel das Wäh­rungs­ri­si­ko: Gold wird vor­ran­gig in Dol­lar ge­han­delt und wenn der fällt, fällt auch die Ren­di­te der Bar­ren und Mün­zen. Um­ge­kehrt kann der Gold­ver­käu­fer bei einem stei­gen­den Dollar sei­nen Ge­winn noch aus­bauen.
Doch nicht nur De­vi­sen kön­nen vo­la­til sein, auch der Gold­preis schwankt stark. „Daher soll­te man in Gold nur das Geld an­le­gen, das man län­ger­fris­tig ent­beh­ren kann“, rät Roland Aulitzky von der Stif­tung Waren­test. „Zehn Pro­zent der Ge­samt­an­la­ge in Gold zu in­ves­tie­ren, hal­te ich für nicht ver­kehrt.“
„Wer in Gold an­le­gen möch­te, kann ent­we­der Bar­ren und Mün­zen kau­fen oder al­ter­na­tiv Wert­pa­pie­re wie Gold­ak­tien oder Gold­fonds er­wer­ben“, sagt Scherfling. Di­vi­den­den oder Zin­sen gibt es bei Gold­an­la­gen aber nicht. Kurs- und Wäh­rungs­ge­win­ne sind die ein­zi­ge Mög­lich­keit an Gold etwas zu ver­die­nen.

Kleine Stücke­lun­gen sind teurer

Doch vor der Ren­di­te kom­men die Kos­ten. Sie drücken den Ge­winn – und bei Gold sind die Kos­ten oft­mals hap­pig. Zum Bei­spiel beim An­kauf.
Der Aufpreis für die klei­nen Bar­ren ist enorm. Laut einer An­bie­ter­be­fra­gung der Zeit­schrift „Finanztest“ lag er am Jah­res­an­fang 2020 zwi­schen 11 und 37 Pro­zent für einen Gold­bar­ren mit 1 Gramm. Aulitzky rät daher min­des­tens eine Fein­unze Gold zu kaufen.
Wer phy­si­sches Gold be­sit­zen möch­te, auf den kom­men in der Re­gel wei­te­re Kos­ten zu. Neben der Lie­fe­rung ist das vor allem die La­ge­rung. Zu­hau­se la­gern, auch im Safe, be­deu­tet ein hohes Risiko. Ein aus­reichend ver­sicher­tes Schließ­fach kos­tet Ge­büh­ren.

Xetra-Gold oder Gold-ETC sind Alter­na­tiven

Wer lieber keine ech­ten Bar­ren oder Mün­zen kau­fen möch­te, der kann sich mit Xetra-Gold auch ein Wert­pa­pier zu­le­gen. Die­se Gold-ETC – das Kür­zel steht für Ex­chan­ge Tra­ded Com­mo­di­ties, also bör­sen­ge­han­del­te Roh­stof­fe – sind preis­wert und gut han­del­bar.
Jedes Wert­pa­pier ver­brieft ein Gramm Fein­gold. Das phy­si­sche Gold la­gert im Zen­tral­tre­sor für deut­sche Wert­pa­pie­re in Frank­furt und wird auf Ver­lan­gen und gegen Auf­preis auch aus­ge­liefert.
Der Vorteil der Gold­wert­pa­pie­re: Man braucht kein Schließ­fach, ein De­pot ge­nügt. Auch in an­de­rer Hin­sicht las­sen sich Kos­ten spa­ren. „Die Kauf­kos­ten für Gold-ETC sind nicht höher als für gän­gig­e Ak­tien-ETF, bei güns­ti­gen Di­rekt­ban­ken also mar­gi­nal“, sagt Aulitzky.

Anbieter gut prüfen

Wer mit einer Gold­an­la­ge lieb­äu­gelt, soll­te sich den An­bie­ter gut an­schauen. Auf dem Markt tum­meln sich laut Stif­tung Waren­test viele schwar­ze Scha­fe. Die Schwin­del­shops er­schei­nen laut Waren­tes­tern teil­wei­se oben bei einer Google-Such­an­fr­age. Die Ver­gleichs­platt­form Golde.de bie­tet eine fort­lau­fend ak­tua­li­sier­te Warn­liste.
Foto: Alexander Heinl/dpa-mag

Autorin

Pia Marie Wenholz

Pia Marie Wenholz

Pia Marie Wenholz ist Mit­­a­r­bei­­te­­rin der Öffent­lichen Olden­burg. Sie ist ver­ant­wort­lich für den Be­reich Pres­se und Kommu­ni­ka­tion.

Mail an "Wir sind Nähe"

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