• Trendsport Hula-Hoop

    Trendsport Hula-Hoop

    Wie man den Dreh rausbekommt

Viele kennen ihn noch aus der Kind­heit, nun kehrt er in Parks und Wohn­zim­mer zurück: der Hula-Hoop-Reifen. Um ihn um die Hüfte krei­sen zu las­sen, braucht es aber mehr als nur die rich­ti­ge Tech­nik.

20. September 2021

Ordentlich Schwung holen und los! Der Hula-Hoop-Rei­fen ist zurück. Was man wissen muss, damit es beim Ein­stieg in den Rei­fen­sport rundläuft.

Was spricht für Hula-Hoop?

Für die Fit­ness­trai­ne­rin Saskia Richardt ist die Sache klar: „Es macht einfach Spaß und man fühlt sich in die Kind­heit zu­rück­ver­setzt.“ Neben der Nos­tal­gie spre­chen auch prak­ti­sche Grün­de fürs „Hul­lern“. Denn kaum ein Sport­ge­rät ist so fle­xi­bel wie der bunte Reifen.
„Man kann mit Freun­den hul­lern, im Gar­ten oder auch vor dem Fern­se­her, wäh­rend man eine Folge der Lieb­lings­se­rie schaut“, sagt die Hula-Hoop-Ex­per­tin und Autorin Corinna Loroff. Auch ge­nerv­te Nach­barn hat man bei Hula-Hoop – an­ders als bei Work­outs mit vie­len Sprün­gen – we­ni­ger zu be­fürch­ten.
Dazu kom­men die po­si­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf den Kör­per: „Hula-Hoop sorgt für eine Fes­ti­gung im Core-Be­reich, stärkt also Bauch, Rücken und Taille“, er­klärt Loroff. Wer den Rei­fen schwingt, rich­tet sich auto­ma­tisch gut auf – das ist nach lan­gen Schreib­tisch­ta­gen eine Wohl­tat und kann die Hal­tung ver­bes­sern.

Wer sollte das Hul­lern bes­ser lassen?

An sich kann man mit dem Hula-Hoop-Trai­ning wenig falsch machen, wie der Trai­nings­wis­sen­schaft­ler Pro­fes­sor Lars Donath von der Deut­schen Sport­hoch­schu­le in Köln er­klärt: „Hat man aller­dings Rücken­schmer­zen, einen Band­schei­ben­vor­fall oder Ver­stei­fun­gen im Rücken, soll­te man es vor­sich­tig an­ge­hen oder auf an­de­re Sport­ar­ten aus­wei­chen.“

Wie findet man den pas­sen­den Reifen?

„Die Auswahl des Rei­fens ist ent­schei­dend“, sagt Saskia Richardt. Wählt man ein Ge­rät, das nicht op­ti­mal passt, kann einem das schnell die Mo­ti­va­tion ver­ha­geln. Ent­we­der weil das Ler­nen der Tech­nik schwe­rer fällt oder weil es schmerz­haf­te blaue Flecken gibt. „Am bes­ten fängt man mit einem Ge­wicht von 1 oder 1,2 Kilo­gramm an“, rät Corinna Loroff. Wer mehr als 85 Kilo­gramm wiegt, kann auch mit einem etwas schwe­re­ren Rei­fen von 1,5 bis 1,8 Kilo­gramm einsteigen.
Der op­ti­ma­le Durch­mes­ser hängt von der Kör­per­grö­ße ab. Reicht der Rei­fen im Ste­hen bis zum Bauch­na­bel, stimmt die Grö­ße. Im Zwei­fel soll­te man zu­nächst eher den grö­ße­ren Rei­fen wäh­len, er­klärt Saskia Richardt: „Je grö­ßer der Um­fang ist, desto lang­sa­mer schwingt der Rei­fen – das ist für den An­fang einfacher.“
Von Reifen mit Nop­pen ra­ten die Ex­per­tin­nen zu­nächst ab. Sie üben mehr Druck auf den Bauch­raum aus, was gerade bei Un­ge­üb­ten schnell für blaue Flecken sorgt.

Wie lernt man die Technik?

Ein erfolg­rei­cher Ein­stieg ins Hula-Trai­ning be­ginnt schon mit der Wahl der Sport­klei­dung. „Auf nack­ter Haut haf­tet der Reif­en bes­ser als auf Stoff“, sagt Corinna Loroff. Für die ersten Versuche ist für Frauen daher die Kom­bi­na­tion aus Leg­gings und Sport-BH am bes­ten ge­eig­net. Und Män­ner? Lassen das T-Shirt weg.
Entscheidend ist die Tech­nik. „Wich­tig ist, dass man nicht in Ver­suchung ge­rät, die gleiche Be­we­gung zu machen wie der Rei­fen“, sagt Saskia Richardt. Wer glaubt, ein­fach nur die Hüfte aus­la­dend krei­sen zu müs­sen, irrt. „Es ist eher eine Links-Rechts- oder eine Vor-Zu­rück-Be­we­gung der Hüf­te“, so die Fit­ness­trai­ne­rin. Dabei kann man ent­we­der im hüft­brei­ten Stand stehen oder in Schritt­stel­lung.
Hat man end­lich den Dreh raus, sollte man es nicht di­rekt über­trei­ben: Für den An­fang rei­chen zwei bis fünf Mi­nu­ten am Stück, damit es kei­ne blauen Flecken gibt. Mit der Zeit kann man sich lang­sam steigern.
„Nach oben ist dann kei­ne Gren­ze ge­setzt“, sagt Hula-Hoop-Ins­truk­to­rin Loroff. „Aller­dings soll­te man darauf ach­ten, den Rei­fen auch mal in die an­de­re Rich­tung zu schwin­gen, damit die Rumpf­mus­ku­la­tur gleich­mä­ßig trai­niert wird.“
Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn

Autorin

Pia Marie Wenholz

Pia Marie Wenholz

Pia Marie Wenholz ist Mit­a­rbei­te­rin der Öffent­lichen Olden­burg. Sie ist ver­ant­wort­lich für den Be­reich Pres­se und Kommu­ni­ka­tion.

Mail an "Wir sind Nähe"

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